Osaka’s Hunde – Das Animal Refuge Kansai

Um ganz Japan zu bereisen braucht man definitiv länger als die 2 Wochen, die uns in diesem Jahr zur Verfügung standen, aber toll war die Reise natürlich trotzdem.

Japan habe ich als überaus hundefreundliches Land erlebt, in dem man unzählige Aktivitäten rund um unsere flauschigen Freunde finden kann, wenn man nur sucht. Hauptsächlich möchte ich hier auf das Animal Refuge Kansai eingehen, am Ende des Artikels findet ihr aber auch noch ein paar andere Projekte und Tieraktivitäten.

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Infos zum Animal Refuge Kansai:

Wie kann ich helfen?

Man kann so oft und so lange ins Tierheim kommen und helfen, wie man will: Von einem Tag bis zu einem Monat. Wichtig ist nur, dass du auch einen vollen Tag bleibst, also von 10 Uhr bis 16 Uh, sonst bringt es dem Tierheim mehr Arbeit als Hilfe. Vorkenntnisse sind nicht nötig und man erhält am Anfang eine kurze Einführung. Die Arbeit im Tierheim ist nicht schwer und alle sind immer sehr darum bemüht dir zu helfen. Es gibt ca 250 Hund im Tierheim und die Mietarbeiter freuen sich über jede Hilfe.

Die Arbeitszeit setzt sich wie folgt zusammen:

  • 60% Hunde ausführen
  • 20% putzen
  • 20% spielen

Sollte man sich dazu entscheiden länger als nur 1 Tag zu bleiben, wird einem vom Tierheim sogar ein Zimmer gestellt.

Wir waren nur einen Tag im Animal Refuge Kansai, da wir nur 2 Tage in Osaka  geblieben sind. Unsere Hauptaufgabe war das Ausführen der Hunde, wir haben uns aber auch etwas mit den schüchternen Hunden und Katzen beschäftigt. Bei der Gang auf dem Bild weiter unten saß ich etwa 1 Stunde, bis ich sie streicheln konnte. Viele Hunde kennen den Kontakt mit Menschen nicht und das steht natürlich einer Adoption im Weg.

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Kostet es mich was?

Nein, du musst lediglich den Weg zum Tierheim und deinen Lunch selber zahlen. Mit der Bahn und dem Taxi von der Osaka Station kostet dich der Weg hin und zurück etwa JPY 8.382, aber wenn ihr nett fragt, nimmt euch bestimmt ein Mitarbeiter mit zurück, so dass ihr nur einmal mit dem Taxi fahren müsst. Wir haben daher nur JPY 4.771 (ca 41,76 €) bezahlt.

Was kann man erleben?

Ein Blick ins ländliche Japan, ein tolles Team und jede Menge wundervolle Hunde. Das Animal Refuge Kansai liegt ca. 2 Stunden von Osaka und relativ weit von der nächsten Bahnstation entfernt. Je näher man dem Tierheim kommt, desto enger werden die Straßen und zum Schluss landet man in einem beeindruckenden Wald weit ab von der nächsten Großstadt. Die Szenerie ist wirklich schön und allein dafür würde sich der Weg schon lohnen. Man ist fernab von jeglichen touristischen Attraktionen und erhält so einen Einblick ins echte Japan. Das Gelände des Tierheims ist großflächig und liebevoll gestalten und jeder neue Helfer bekommt erst mal eine Tour von etwa 20 Minuten.

Und dann sind da natürlich noch die Hunde:Shibas, Akktias und Hoakios überall! Die meisten Hunde hier wären in einem deutschen Tierheim wahrscheinlich innerhalb von einer Stunde adoptiert, aber der Trend in Japan geht leider eher zum Pudel. Wir waren mit zwei Shibas und zwei Hokkaido-Mixen spazieren. Hier hat sich auch schnell gezeigt, dass Shibas wirklich so stur sind, wie man immer sagt.

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Wie komme ich dahin?

Das Tierheim liegt in Nomaōhara, die nächste Haltestelle heißt Tokiwadai Station, Osaka und ist gut von der Osaka Station aus zu erreichen. Der Weg zum Tierheim dauert etwa 1.5 Stunden (1 Stunde Bahnfahrt + 30 Minuten mit dem Taxi) und glaube mir, schon der Weg dahin lohnt sich. Wenn du an der Tokiwadai Station angekommen bist, gehst du einfach nach links und läufst etwa 1 Minute. Auf der linken Seite stehen dann Taxen, die dich zum Tierheim bringen. Die meisten Taxifahrer kennen das Tierheim, also brauchst du einfach nur sagen, dass du zur “Ark” willst.

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Am besten kannst du dich in Japan mit Google Maps oder Hyperdia orientieren, allerdings nur wenn du dir eine SIM-Karte kaufst  – was ich dir auch raten würde, wenn du länger als eine Woche in Japan bleibst. Ansonsten einfach immer im Hostel oder in der Airbnb- Unterkunft den kompletten Weg heraussuchen und einen Screenshot machen.

Hier ist die Adresse:

595 Noma Ohara, Nose-cho, Toyono-gun, Osaka-fu 563-0131 JAPAN
Öffnungszeiten: 10:00-17:00
Mittwoch geschlossen.
Tel: 072-737-0712 10:00-17:00
Fax: 072-737-1886
Mail: [ ark@arkbark.net ]

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Noch ein paar Tipps?

Oh ja, bringt unbedingt was zu Essen und Wasser mit, da der nächste Laden sehr weit entfernt ist. Auch feste Schuhe und Kleidung, die dreckig werden können sind ein Muss- immerhin spazierst du durch den Wald und willst auch mit den Hunden spielen.? Wenn deine Schicht vorbei ist, frage einfach nett, ob dich jemand zur Bahn mitnimmt. Uns hat eine Mitarbeiterin mit dem Auto zur Haltestelle gefahren und so blieb uns eine teure Taxifahrt erspart.

Weitere Tieraktivitäten in Japan:

Heart Tokushima:

Genau wie das Animal Refuge Kansai hat sich Heart Tokushima dem Schutz der Hunde und Katzen von Japan angenommen. Durch die schiere Anzahl an Tieren benötigt das Heart Tokushima immer Freiwillige, die bereit sind zu helfen. Für Langzeit-Helfer wird auch hier ein Apartment zur Verfügung gestellt.

Das Fox Village:

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Das Miyagi Zao Fox Village ist mit der Bahn etwas über 1 Stunde von Tokio entfernt, es ist super einfach zu erreichen und lohnt sich für einen Tagesausflug. Man nimmt den Schinkanzen von der Tokyo station bis zur Shiroishizao Station. Wenn du einen Japan Rail Pass hast (was ich dir wirklich empfehlen würde) kostet dich die Fahrt nichts, ansonsten kann es teuer werden. Bist du an der Shiroishizao Station angekommen musst du dir ein Taxi besorgen, entweder es steht bereits eins vor dem Bahnhof oder du bestellst dir eins in dem JR Touristen Büro in der Vorhalle. Die Taxifahrt zum Fox Village dauert dann in etwa 20 Minuten und kostet 4000 Yen.

Dog Park Tokio:

Hierbei handelt es sich nicht wirklich um eine Aktivität, aber wenn man so hundeverrückt ist wie ich, nimmt man jede Möglichkeit wahr einen Hund zu treffen. Mitten im Yoyogi Park in Tokio gibt es einen umzäunten Bereich in dem Hundebesitzer ihre Vierbeiner frei herumlaufen lassen können. Der Freilauf-Bereich ist nach Größen aufgeteilt und es macht ziemlich viel Spass einfach in der Sonne zu sitzen und den Hunden zuzuschauen. Manchmal kommt auch einer zu dir uns sagt Hallo.

Cat Cafe:

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Katzen sind zwar niedlich, aber ich bin einfach ein Hundemensch. Die Katzen- Cafes sind im Gegensatz zu dem Hunde- Cafe wesentlich größer und auch liebevoller gestaltet. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass die Katzen nicht sonderlich an menschlicher Aufmerksamkeit interessiert waren.? Naja, es war trotzdem ein schöner Ort, um einen Kaffee zu trinken.

Dog Cafe:

Ehrlich gesagt war ich nicht so begeistern von dem Hunde- Cafe in Tokio. Die meisten Hunde in dem Cafe sind Pudel und Beagle und diese Hunde sind von der Größe auch noch “okay” für das kleine Cafe.. Leider gibt es hier auch einen Golden Retriever und diesem geht es wirklich nicht gut. Er bekommt offensichtlich viel zu wenig Auslauf und rennt ununterbrochen im Kreis – den Betreuerinnen ist dies allerdings vollkommen egal. Aber auch die Beagle benehmen sich komisch, einer der beiden wurde ständig von dem anderen angekläfft und gezwickt, bis eine Betreuerin den Bulli irgendwohin gebracht hat. Es ist offensichtlich, dass hier nicht für Erziehung oder eine angemessne Auslastung der Hunde gesorgt wird. Geht lieber nicht dahin, ich habe es bereut..

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